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Jährlich finden ein achttägiger ökumenischer Pilgerweg und mehrere eintägige
Pilgerwege statt. (s. Pilgerwege) nach oben↑
Was uns wichtig ist...
- den Alltag verlassen und sich mit anderen auf einen Lebensweg
begeben, der zum Gleichnis für den ganzen Lebensweg wird.
- In Einfachheit und Verzicht offen werden für Wesentliches.
- Begegnungen mit mir selbst, mit den anderen, mit Gott.
- Ich erlebe mich selbst in meiner Sehnsucht, Begrenztheit und
Bedürftigkeit, aber auch in den neuen Möglichkeiten der Kraft, der
Grenzüberschreitung und in Erfahrungen von Heil und Heilung.
- Wir erleben Gemeinschaft, Ermutigung und Stärkung auf dem
Wege, die beglückend und tragend sind: Gemeinschaft über die Grenzen der
Regionen ( Ost/ West ), der Konfessionen, des Alters, des Geschlechts
hinweg.
- Neue Gotteserfahrungen werden möglich: „Und doch, wenn du
lange gegangen bist, bleibt das Wunder nicht aus.“ (Hilde Domin)
- Beten mit den Füßen: Tagzeitengebete, „Puncta“ (geistlicher
Impuls mit anschließender Schweigezeit), meditatives Gebet, Schriftkreis
und das Heilige Mahl (Eucharistie und das evangelische Abendmahl im
Wechsel) sind Kraftquellen und Orientierungspunkte auf dem Weg.
- Das Ziel ist das Ziel, „ Der Weg ist das Ziel“ sagen die einen
und geben damit eine wichtige Erfahrung wieder. Es ist aber eher die
Weisheit Laotses und der östlichen Religionen. Bei unserem Pilgern ist das
Ziel wichtig. Von ihm gehen Signale aus. Wie ein Gravitationszentrum ist
es ein Kraftfeld, das mächtig anzieht. Das Gehen bekommt seine Ausrichtung
und innere Spannung erst dadurch, dass wir auf ein Ziel hin gehen.
Jüdische, christliche und muslimische Pilgerwege und Wallfahrten haben
seit eh und je ein Ziel vor Augen: das Heiligtum, den Gnadenort: „Herr,
ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, wo deine Ehre wohnt.“
(Psalm 26,8)
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Pilgerregeln
- Wir verzichten, dem Pilgercharakter entsprechend, auf Alkohol, Nikotin
und Eis, wir suchen keine Gaststätten, Kioske und Geschäfte auf, für die
Verpflegung wird gesorgt.
- Wir beteiligen uns, unseren Fähigkeiten und Vorraussetzungen
entsprechend, an den Aufgaben der Pilgergruppe (z.B. Musizieren,
Sanitätsdienst, Brote schmieren, Besendienst usw.).
- Wir bleiben am Abend zusammen; somit entfällt ein Ausgang in die
betreffende Ortschaft. Den Tag beschließen wir gemeinsam mit der Komplet
und verbleiben in nächtlichem Schweigen.
- Da wir als Schwestern und Brüder unterwegs sind, ist es ein schönes
Zeichen, dies im gemeinsamen „ Du“ zum Ausdruck zu bringen.
- Auch die religiöse Tagesgestaltung sollte von allen Teilnehmern
mitgetragen werden. Dazu gehört, dass wir uns einlassen auf Zeiten des
Gebetes und der Stille, die tägliche Mitfeier der Eucharistie bzw. des
Abendmahls und Beteiligung an Gesprächen (Schriftgespräch).
- Übernachtet wird in Gemeinderäumen der Quartiergemeinden; wir wollen
uns auch dort nicht bequem bedienen lassen
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Tagesablauf
| 6.00 Uhr |
Wecken |
| 7.00 Uhr |
Morgengebet anschl. Frühstück |
| 8.00 Uhr |
Aufbruch
1. Wegstrecke |
| 10.00 Uhr |
„Puncta“ (geistl.Impuls)
2. Wegstrecke im Schweigen |
| 12.00 Uhr |
Mittagsgebet
einfaches Mittagsmahl
( Brot, Tee, Obst ) |
| 13.30 Uhr |
Schriftkreis |
| 14.00 Uhr |
3. Wegstrecke |
| 16.00 Uhr |
4. Wegstrecke
Meditationsgebet auf dem Wege (Rosenkranz, Herzensgebet etc.) |
| 18.00 Uhr |
Vesper |
| 19.00 Uhr |
Ankunft im Quartier
Abendessen (Suppe, Brot etc.) |
| 21.00 Uhr |
Komplet
nächtliches Schweigen |
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Wir feiern jeden Tag im Wechsel Hl. Messe oder ev. Abendmahlsgottesdienst in
einer Kirche am Weg oder unter freiem Himmel.
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Organisation
- Tagesetappen von 20 – 30 Kilometern, das Gepäck wird in einem
Begleitfahrzeug transportiert, das auch Fußkranke mitnehmen kann.
- Übernachtung in einfachen Gemeinschaftsquartieren (Luftmatratzen und
Schlafsack), bescheidene hygienischen Bedingungen.
- Einfache Verpflegung (Brot, Suppe, Obst, Tee)
- Für die verschiedenen Dienste (Streckenmeister, Gruppenleitung,
Küchenteam, Schola, Musik etc.) haben sich im Vorfeld Altpilger
vorbereitet, sie brauchen auf dem Wege Unterstützung aus der Pilgergruppe.
- Ca. einen Monat vor Beginn des Pilgerweges erhalten alle angemeldeten
Pilger/innen einen ausführlichen Pilgerbrief mit Angaben über Ort und Zeit
des Treffpunktes und Hinweisen zur individuellen Vorbereitung.
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