Pilgern

Ökumenischer Pilgerweg
Was uns wichtig ist
Pilgerregeln
Tagesablauf
Organisation
 

Ökumenischer Pilgerweg Nordhessen / Eichsfeld

Seit  1998 gibt es den Ökumenischen Pilgerweg Nordhessen/ Eichsfeld mit einer ständig  wachsenden Teilnehmerzahl.

Ziel bzw. Ausgangspunkt ist dabei immer die Wallfahrtstätte Hülfensberg.

   
Die Träger bzw. Veranstalter des Pilgerweges sind:
 
Franziskanerkloster
Hülfensberg
( Br. Rolf Fleiter )
37308 Döringsdorf
Tel. 036082/ 455024
E-Mail: rolf_fleiter@huelfensberg.de
Internet: www.huelfensberg.de
 

 
Kloster Germerode (ev.) am Meißner
Kontakt: Pfr. Dr. Manfred Gerland
Goldbergstr. 3
37293 Herleshausen
Tel.: 05654-923888
Fax: 05654-9230031
E-Mail: M.Gerland@ekkw.de
Internet: www.Kloster-Germerode.de
 
Jährlich finden ein achttägiger ökumenischer Pilgerweg und mehrere eintägige Pilgerwege statt. (s. Pilgerwege)

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Was uns wichtig ist...

  • den Alltag verlassen und sich mit anderen auf einen Lebensweg begeben, der zum Gleichnis für den ganzen Lebensweg wird.
  • In Einfachheit und Verzicht offen werden für Wesentliches.
  • Begegnungen mit mir selbst, mit den anderen, mit Gott.
    • Ich erlebe mich selbst in meiner Sehnsucht, Begrenztheit und Bedürftigkeit, aber auch in den neuen Möglichkeiten der Kraft, der Grenzüberschreitung und in Erfahrungen von Heil und Heilung.
    • Wir erleben Gemeinschaft, Ermutigung und Stärkung auf dem Wege, die beglückend und tragend sind: Gemeinschaft über die Grenzen der Regionen ( Ost/ West ), der Konfessionen, des Alters, des Geschlechts hinweg.
    • Neue Gotteserfahrungen werden möglich: „Und doch, wenn du lange gegangen bist, bleibt das Wunder nicht aus.“ (Hilde Domin)
  • Beten mit den Füßen: Tagzeitengebete, „Puncta“ (geistlicher Impuls mit anschließender Schweigezeit), meditatives Gebet, Schriftkreis und das Heilige Mahl (Eucharistie und das evangelische Abendmahl im Wechsel) sind Kraftquellen und Orientierungspunkte auf dem Weg.
  • Das Ziel ist das Ziel, „ Der Weg ist das Ziel“ sagen die einen und geben damit eine wichtige Erfahrung wieder. Es ist aber eher die Weisheit Laotses und der östlichen Religionen. Bei unserem Pilgern ist das Ziel wichtig. Von ihm gehen Signale aus. Wie ein Gravitationszentrum ist es ein Kraftfeld, das mächtig anzieht. Das Gehen bekommt seine Ausrichtung und innere Spannung erst dadurch, dass wir auf ein Ziel hin gehen. Jüdische, christliche und muslimische Pilgerwege und Wallfahrten haben seit eh und je ein Ziel vor Augen: das Heiligtum, den Gnadenort: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, wo deine Ehre wohnt.“ (Psalm 26,8)

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Pilgerregeln
  • Wir verzichten, dem Pilgercharakter entsprechend, auf Alkohol, Nikotin und Eis, wir suchen keine Gaststätten, Kioske und Geschäfte auf, für die Verpflegung wird gesorgt.
  • Wir beteiligen uns, unseren Fähigkeiten und Vorraussetzungen entsprechend, an den Aufgaben der Pilgergruppe (z.B. Musizieren, Sanitätsdienst, Brote schmieren, Besendienst usw.).
  • Wir bleiben am Abend zusammen; somit entfällt ein Ausgang in die betreffende Ortschaft. Den Tag beschließen wir gemeinsam mit der Komplet und verbleiben in nächtlichem Schweigen.
  • Da wir als Schwestern und Brüder unterwegs sind, ist es ein schönes Zeichen, dies im gemeinsamen „ Du“ zum Ausdruck zu bringen.
  • Auch die religiöse Tagesgestaltung sollte von allen Teilnehmern mitgetragen werden. Dazu gehört, dass wir uns einlassen auf Zeiten des Gebetes und der Stille, die tägliche Mitfeier der Eucharistie bzw. des Abendmahls und Beteiligung an Gesprächen (Schriftgespräch).
  • Übernachtet wird in Gemeinderäumen der Quartiergemeinden; wir wollen uns auch dort nicht bequem bedienen lassen

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Tagesablauf
 
6.00 Uhr Wecken
7.00 Uhr Morgengebet anschl. Frühstück
8.00 Uhr Aufbruch
1. Wegstrecke
10.00 Uhr „Puncta“ (geistl.Impuls)
2. Wegstrecke im Schweigen
12.00 Uhr Mittagsgebet
einfaches Mittagsmahl
( Brot, Tee, Obst )
13.30 Uhr Schriftkreis
14.00 Uhr 3. Wegstrecke
16.00 Uhr 4. Wegstrecke
Meditationsgebet auf dem Wege (Rosenkranz, Herzensgebet etc.)
18.00 Uhr Vesper
19.00 Uhr Ankunft im Quartier
Abendessen (Suppe, Brot etc.)
21.00 Uhr Komplet
nächtliches Schweigen

 
Wir feiern jeden Tag im Wechsel Hl. Messe oder ev. Abendmahlsgottesdienst in einer Kirche am Weg oder unter freiem Himmel.

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Organisation

  • Tagesetappen von 20 – 30 Kilometern, das Gepäck wird in einem Begleitfahrzeug transportiert, das auch Fußkranke mitnehmen kann.
  • Übernachtung in einfachen Gemeinschaftsquartieren (Luftmatratzen und Schlafsack), bescheidene hygienischen Bedingungen.
  • Einfache Verpflegung (Brot, Suppe, Obst, Tee)
  • Für die verschiedenen Dienste (Streckenmeister, Gruppenleitung, Küchenteam, Schola, Musik etc.) haben sich im Vorfeld Altpilger vorbereitet, sie brauchen auf dem Wege Unterstützung aus der Pilgergruppe.
  • Ca. einen Monat vor Beginn des Pilgerweges erhalten alle angemeldeten Pilger/innen einen ausführlichen Pilgerbrief mit Angaben über Ort und Zeit des Treffpunktes und Hinweisen zur individuellen Vorbereitung.

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