Allgemeine Informationen

Der geistliche Leiter
Pfarrer Dr. Manfred Gerland

- geb. 1954 in Kassel
- seit 1980 Pfarrer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
- 1991 Dissertation in Marburg zum Thema: "Wesentliche Vereinigung. Untersuchungen zum Abendmahlsverständnis Zinzendorfs"
- seit 1992 Meditationslehrer und geistlicher Begleiter im Kloster Germerode
- verheiratet mit Astrid Gerland (Dipl. Soz. Päd.), ehrenamtliche Mitarbeiterin im Kloster
- 5 Kinder, wohnhaft in Herleshausen
- Autor

Worum es geht

Die Besucher und Gäste sind eingeladen, aus dem Alltag heraus in die besondere Welt des Klosters einzutreten. Wer hier eintritt, macht sich für eine bestimmte Zeit der Alltagswelt fremd, gewinnt Abstand und wird bereit, besondere spirituelle Erfahrungen (Stille, Frieden, Kraft usw.) zu machen, die ihn bzw. sie gestärkt und ermutigt wieder in den Alltag zurückkehren lassen. Dabei können ein anderer Umgang mit Zeit (Entschleunigung) und die Strukturierung und Unterbrechung des Tages durch die Gebetszeiten in der Kirche zu einer heilsamen Erfahrung werden. Die Besucher und Gäste des Klosters lassen sich durch den besonderen Ort und die besonderen Zeiten in ihren alltäglichen Gewohnheiten und Lebensvollzügen unterbrechen und werden so aufmerksam und bereit für die Begegnung mit Gott, dem unverfügbaren und tragenden Urgrund des Lebens.

Aufgaben und Ziele

Hinführung und Einführung in Spiritualität als ein Lernweg zum gestalteten Glauben.

Einführung und Einübung der Meditation; dabei geht es darum:
- sich im Schweigen der Gegenwart Gottes zu öffnen,
- der Fülle des Lebens nachzuspüren,
- den christlichen Glauben zu vertiefen,
- Gemeinschaft zu erfahren,
- Weisung und Kraft für das Leben im Alltag zu finden.

Erfahrungen von Heilung und Heilwerden auch jenseits von Therapien zu machen.

Wege und Methoden

Orientierung an dem Wort, der Gestalt und dem Weg Jesu;

Alte und neue Übungswege aus der christlichen Tradition kennen lernen und ihre heilsamen Wirkungen auf Leib, Seele und Geist entdecken, z.B.
- Gregorianisch singen
- Kontemplation
- Herzensgebet
- Exerzitien
- Wallfahrten und Pilgerwege usw.

Dem Glauben eine Gestalt und Ordnung geben:
- Einführung in eine christliche Tagesstruktur (Alltagsrituale)
- Einübung verschiedener Gebetsformen
- Atem- und Körperübungen als Hilfe für eine ganzheitliche Spiritualität.

In dir sein, Gott, das ist alles

In dir sein, Gott, das ist alles.
Das ist das Ganze, das Vollkommene, das Heilende.
Die leiblichen Augen schließen,
die Augen des Herzens öffnen
und eintauchen in deine Gegenwart.

Ich hole mich aus aller Zerstreutheit zusammen
und vertraue mich dir an.
Ich lege mich in dich hinein
wie in eine große Hand.

Ich brauche nicht zu reden, damit du mich hörst.
Ich brauche nicht aufzuzählen, was mir fehlt,
ich brauche dich nicht zu erinnern
oder dir zu sagen, was in dieser Welt geschieht
und wozu wir deine Hilfe brauchen.

Ich will nicht den Menschen entfliehen
oder ihnen ausweichen.
Den Lärm und die Unrast will ich nicht hassen.
ich möchte sie in mein Schweigen aufnehmen
und für dich bereit sein.

Stellvertretend möchte ich schweigen
für die Eiligen, die Zerstreuten, die Lärmenden.
Stellvertretend für alle, die keine Zeit haben.
Mit allen Sinnen und Gedanken warte ich,
bist du da bist.

In dir sein, Gott, das ist alles,
was ich erbitte.
Damit habe ich alles erbeten,
was ich brauche für Zeit und Ewigkeit.

Jörg Zink