Klosterkirche

Öffnungszeiten

April bis November täglich von 9.00 - 18.30 Uhr
(an warmen Tagen oft bis zum Einbruch der Dunkelheit)

Eine stets brennende Kerze symbolisiert die lebendige Gegenwart Gottes in diesem Raum und lädt ein zu persönlicher Stille, Gebet und Meditation.

Evangelischer Gottesdienst

In der Regel findet jeden Sonntag um 10.30 Uhr der evangelische Gottesdienst statt.

Die genauen Gottesdienstzeiten finden Sie unter GOTTESDIENSTE

Gemeindepfarrer

Jan-Peter und Dorlies Schulze
Vierbacher Str. 48
37290 Meißner-Germerode
Tel. 0 56 57 / 2 78
Fax 0 56 57 / 91 98 81
E-Mail: Pfarramt.Germerode@ekkw.de

Führungen

Führungen durch die Kirche und das Klostergelände können mit folgenden Personen vereinbart werden:

Pfarrer Jan-Peter Schulze, Telefon 0 56 57 / 278
Eduard Bauhan, Telefon 0 56 57 / 16 24
Klaus Rohmund, Telefon 0 56 57 / 9 19 01 05

Geschichte

Die Klosterkirche wurde in der Zeit von 1145-1170 gebaut und der Mutter Gottes geweiht. 1194 heißt sie "Kirche der Heiligen Maria", später aber "Kirche der Heiligen Maria und Walpurga".
Urkundlich werden vier Altäre erwähnt, die dem Heiligen Thomas, dem Heiligen Johannes, der Heiligen Katharina und der Heiligen Walpurga, der Schutzheiligen des Klosters, geweiht waren.

Die Klosterkirche war in ihrer ursprünglichen Anlage eine dreischiffige gewölbte romanische Pfeilerbasilika, ohne Querschiff mit einem dreischiffigen, stark überhöhten Chor, unter dem sich die Krypta befand.
Da die Kirche für Chorherren und Chorfrauen bestimmte war, gab es auch zwei getrennte Kirchenräume: Die Mönchskirche umfasste das Langhaus und das Chorquadrat. Die Nonnenkirche befand sich als Empore in dem zweigeschossigen Westteil der Kirche und war durch eine Arkadenbrüstung gegen die Kirche und die Einsicht von dort her abgeschirmt. Unter der Empore befindet sich mit vier Säulenpaaren ausgestattet die Westkrypta, auch Nonnenkrypta genannt.
Die Krypta, ehemals die Grabkapelle der Bilsteiner, ist vierschiffig. Sie ist die einzige Krypta in Deutschland, die nicht in der Längsachse der Kirche ausgerichtet ist, sondern quer den Raum des Chorquadrates und der Seitenschiffe einnimmt. Sie ist außerdem die einzige im original-romanischen Zustand und hat eine wundervolle Akustik.
Nach der Auflösung des Kloster in der Reformation wurde die Klosterkirche evangelische Pfarrkirche von Germerode und erfuhr wesentliche Eingriffe in Architektur und Bausubstanz. Aus einer Klosterkirche wurde nach und nach eine evangelische Predigtkirche. Teile der Seitenschiffe wurden, vermutlich wegen Baufälligkeit, abgebrochen und der Haupteingang nach Süden verlagert. In der nunmehr verkleinerten Kirche wurden in der Zeit nach 1600 die barocken geschnitzten Emporen eingebaut.
Die von Orgelbaumeister Altstetter aus Mühlhausen im Jahr 1700 geschaffene Barockorgel mit ihrem siebenteiligen Prospekt und den reichgeschnitzten Schleiern und Flügeln stand ursprünglich im Chorraum.