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Mystikerin Sainty

Geschrieben von Barbara Braun
Als Antwort auf: Mystik von Sainty

>Welche Erfahrungen haben Sie bereits damit gemacht?
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>Ich selbst habe mystische Erlebnisse. Sich darüber offen zu äussern ist leider nicht so einfach, da man direkt als verrückt abgetan wird. Ich habe diese Erlebnisse nicht gesucht und ich wusste auch gar nicht was Mystik ist, als mir zum ersten Mal Jesus erschien. Ich hatte Jesus nicht gesucht (ich hatte sogar der Kirche den Rücken zugewandt und interessierte mich sehr stark für den Buddhismus). So fing es an.
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>Was erwarten Sie in diesem Zusammenhang von den christlichen Kirchen?
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>Dass man Menschen die nach Ansprechpartnern zum Thema Mystik suchen, nicht einfach abblockt, sie nicht einfach ignoriert und sie nicht einfach ohne zu hinterfragen als verrückt abstempelt. Leider ist es mir sehr oft so gegangen. Ich hatte einen Pater als geistlichen Begleiter der mich und meine Aufzeichnungen auf Echtheit und Unterscheidung der Geister geprüft hat und mich als christliche Mystikerin bezeichnet. Durch einen Umzug musste ich mich wieder neu auf die Suche nach einem Seelenführer machen, das war leider wieder mit schmerzhaften Erfahrungen verbunden. Aber ich habe nun einen Benediktiner Pater der mich begleitet und der mich ebenfalls als Mystikerin bezeichnet.
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>Ich kann nur sagen, mystische Erlebnisse kann man von sich aus nicht erhalten. Es ist wie eine Tür bis zu der man gehen kann, die aber auf unserer Seite keine Türklinke hat. Wir selbst können sie von uns aus nicht öffnen. Gott selbst ist es, der es vermag. Und es ist auch gut so, denn mystische Erlebnisse sind nicht nur mit schönen Gefühlen verbunden, sondern auch mit sehr grossem Leid - der Dunklen Nacht wie sie Johannes vom Kreuz so treffend schildert. Daher sucht sich Gott die Menschen aus, die solche Dinge er-tragen können. Denn die Last ist nicht immer leicht.
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>So, nun hoffe ich, dass man mich nicht "zerreisst", weil ich mich wage als Mystikerin zu bekennen. Ich möchte damit nicht auf ein Podest gehoben werden, ich halte mich auch keineswegs für etwas besseres - ich bin halt etwas anders. Mehr nicht. Denn nicht ich bin wichtig, sondern Gottes und seine Botschaft. Und damit gehe ich ganz vorsichtig um - denn es ist ja etwas heiliges. Ich würde gerne andere Menschen mit meiner Liebe zu Gott anstecken, aber scheinbar ist die Zeit noch nicht reif um offen über Mystik zu reden - leider.
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>Ich wünsche allen Gottes Segen und seine unendliche Liebe.
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>Sainty


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