Forum
 
Übersicht

Mystikerin Sainty

Geschrieben von Barbara Braun
Als Antwort auf: Mystikerin Sainty von Barbara Braun

>>Welche Erfahrungen haben Sie bereits damit gemacht?

Liebe Sainty,

ganz sicher hat Dich mir Gott geschickt, denn ich habe ähnliche Erfahrungen mit Jesus und mit Gott gemacht.

Ich war 62 Jahre und sehr viele Jahre zuvor aus der Kirche ausgetreten und dann "passierte" es, plötzlich ohne jegliche Ankündigung hörte ich den Namen Jesus ganz deutlich und wußte, dass sich mein Leben geändert hat.

Diese Erfahrung war so urgewaltig, dass ich das Bedürfnis habe, allen davon zu erzählen, weil ich mich von dieser Sekunde an unendlich aufgehoben und sicher fühlte.

Ich glaube schon, dass das was mir passiert ist, etwas Mystisches ist, denn es muss wohl sehr selten sein.

Wenn ich jemanden davon sage, erfahre ich eine direkt körperlich zu spürende Ablehnung. Auch dieses ganz deutliche körperliche Empfinden der Ablehnung ist für mich mystisch.

Bisher habe ich noch niemanden getroffen, der meine Erfahrungen hören will. Die meisten Menschen können damit nichts anfangen.

Und doch drängt es mich, darüber zu sprechen, immer und immer wieder.

Ich spüre Gottes Nähe und seine Hand, die sich schützend um mich legt ebenso körperlich und das ist so unendlich glücklich machend.

Aber ich spüre Gott nur, solange ich Gottes Willen geschehen lasse und nicht selbst mit meinen ganz unzureichenden Mitteln versuche, irgend etwas zu richten.

Gott hat mit mir etwas Besonderes vor und ER wird mir den Weg weisen.

Ich erfühle diese Aufgabe als eine besondere und zur Ehre Gottes, die Demut bis zur Selbstaufgabe verlangt - nur dann ist Gott nahe. Und Selbstaufgabe - das ist für Menschen nicht immer leicht.

Wobei ich unter Selbstaufgabe verstehe, dass ich allen menschlichen Versuchungen und Unzulänglichkeiten widerstehen muss, dem Neid, dem Hass, der Gier, der Bosheit, der Eitelkeit, dem Zorn, dem Stolz.

Das muss alles nicht immer voll ausgeprägt sein und schlummert doch in kleinster Dosis in jedem von uns Menschen.

Meine Feinde lieben, für meine Verfolger beten, nicht den ersten Stein werfen, auch die linke Wange hinhalten, den Balken im eigenen Auge sehen und heraus ziehen - wie schwer fällt das doch und wie leicht, wenn man auf Gott vertraut.

ER weiß, was jeder Einzelne von uns braucht und gibt es ihm auch - und er gibt jedem von uns Zeichen, überreichlich und zu jeder Zeit.

Aber nur ganz wenige sehen diese Zeichen.

Ich wünsche und bete für alle Menschen dieser Welt, dass sie die Gnade Gottes erkennen

Gesegnet seid Ihr alle und umfangen von Gottes Liebe und Geduld

Eure Barbara
>>
>>Ich selbst habe mystische Erlebnisse. Sich darüber offen zu äussern ist leider nicht so einfach, da man direkt als verrückt abgetan wird. Ich habe diese Erlebnisse nicht gesucht und ich wusste auch gar nicht was Mystik ist, als mir zum ersten Mal Jesus erschien. Ich hatte Jesus nicht gesucht (ich hatte sogar der Kirche den Rücken zugewandt und interessierte mich sehr stark für den Buddhismus). So fing es an.
>>
>>Was erwarten Sie in diesem Zusammenhang von den christlichen Kirchen?
>>
>>Dass man Menschen die nach Ansprechpartnern zum Thema Mystik suchen, nicht einfach abblockt, sie nicht einfach ignoriert und sie nicht einfach ohne zu hinterfragen als verrückt abstempelt. Leider ist es mir sehr oft so gegangen. Ich hatte einen Pater als geistlichen Begleiter der mich und meine Aufzeichnungen auf Echtheit und Unterscheidung der Geister geprüft hat und mich als christliche Mystikerin bezeichnet. Durch einen Umzug musste ich mich wieder neu auf die Suche nach einem Seelenführer machen, das war leider wieder mit schmerzhaften Erfahrungen verbunden. Aber ich habe nun einen Benediktiner Pater der mich begleitet und der mich ebenfalls als Mystikerin bezeichnet.
>>
>>Ich kann nur sagen, mystische Erlebnisse kann man von sich aus nicht erhalten. Es ist wie eine Tür bis zu der man gehen kann, die aber auf unserer Seite keine Türklinke hat. Wir selbst können sie von uns aus nicht öffnen. Gott selbst ist es, der es vermag. Und es ist auch gut so, denn mystische Erlebnisse sind nicht nur mit schönen Gefühlen verbunden, sondern auch mit sehr grossem Leid - der Dunklen Nacht wie sie Johannes vom Kreuz so treffend schildert. Daher sucht sich Gott die Menschen aus, die solche Dinge er-tragen können. Denn die Last ist nicht immer leicht.
>>
>>So, nun hoffe ich, dass man mich nicht "zerreisst", weil ich mich wage als Mystikerin zu bekennen. Ich möchte damit nicht auf ein Podest gehoben werden, ich halte mich auch keineswegs für etwas besseres - ich bin halt etwas anders. Mehr nicht. Denn nicht ich bin wichtig, sondern Gottes und seine Botschaft. Und damit gehe ich ganz vorsichtig um - denn es ist ja etwas heiliges. Ich würde gerne andere Menschen mit meiner Liebe zu Gott anstecken, aber scheinbar ist die Zeit noch nicht reif um offen über Mystik zu reden - leider.
>>
>>Ich wünsche allen Gottes Segen und seine unendliche Liebe.
>>
>>Sainty