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Stille erleben

Geschrieben von Manfred gerland
Es gibt in unserer Zeit ein großes Suchen nach Stille, nach einer Stille, in der sich die Sehnsucht nach Leben erfüllt. Wer ernsthaft die Stille sucht, muss sich aber auch mit den äußeren und inneren Feinden der Stille auseinandersetzen. Es ist nicht nur der Lärm des Alltags, sondern vor allem die innere Unruhe, die das Stillwerden so schwer macht. Die vielen Stimmen um und in mir, Sorgen und Ängste stürzen sich wie Raubvögel auf mich und nehmen mir das, was ich nötig brauche: Das Gesammeltsein.

„Durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein.“ heißt es in der Bibel (Jesaja 30,15).

Zuerst muss ich mich zur Stille zwingen, allmählich aber wächst aus dem Stillesein etwas, was in ein Schweigen der Gedanken und Emotionen, ja in ein Schweigen des Herzens führt, das mit einem tiefen inneren Frieden verbunden ist. Aus diesem Schweigen wächst ein neues Hören auf das, was mir von einer anderen Welt, von Gott her, gesagt wird.
Der Weg in die Stille ist kein leichter, aber ein lohnender Weg. Es bedarf eines entschlossenen Willens und einer beständigen Treue, um diesen Weg zu gehen. Ziel ist das Ruhen in Gott, wo alles eigene tun, Wollen und Denken zur Ruhe kommt. Jede gelungene Stille-Erfahrung lässt die Sehnsucht nach diesem Ziel wachsen.

Welche Erfahrungen mit Stille haben Sie gemacht?


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