| | Mit der Gründung einer "Bauhütte" im Kloster Germerode sind die Arbeiten zur Erhaltung und zum Ausbau der Klosteranlage jetzt in eine neue Phase getreten. In Anknüpfung an die Tradition der Bauhütten an den spätmittelalterlichen Kathedralen soll die Bauhütte des Klosters Germerode eine Interessensgemeinschaft aller sein, die die anstehenden Bauarbeiten unterstützen wollen. Dies kann in Form von eigener Arbeit, durch Beratung, durch finanzielle Beiträge oder etwa in der Beschaffung von Baumaterialien bestehen. Als "Werkmeister" fungiert Friedrich Arnoldt, der die Arbeiten koordiniert. Zur Gründung der Bauhütte konnte Hans Günter Ludwig, der Vorsitzende der Klostergesellschaft, unter anderem Bürgermeister Friedhelm Junghans, Ortsvorsteherin Ulrike Zindel, Pfarrer Jan Peter Schulze sowie den Ehrenvorsitzenden der Klostergesellschaft Dekan i.R. Dr. Helmut Gehrke begrüßen.
Als nächster Schritt soll zunächst ein abgängiges Behelfswohngebäude aus dem Jahr 1952, in dem einst Flüchtlingsfamilien untergebracht waren, abgerissen werden. Friedrich Arnoldt dankte der Arbeitsförderung Werra-Meißner, dem Bauhof der Gemeinde Meißner, der Werra-Meißner-Kreis, der Firma Zindel in Germerode sowie mehreren Einzelpersonen für die Unterstützung der Rückbauarbeiten. Der Rückbau muss sehr vorsichtig von oben nach unten erfolgen, weil sich unter dem Gebäude mittelalterliche Gewölbekeller befinden. Ein großer Teil der Baustoffe wie z.B. Ziegel, Backsteine und Holz soll nicht entsorgt, sonder wieder verwendet werden. "Ich freue mich schon darauf, dass die Germeröder bald wieder eine bessere Sicht vom Dorf auf die Klosterkirche haben werden", sagte Friedrich Arnoldt. Termine für Arbeitseinsätze werden demnächst bekannt gegeben.
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