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So 30.09.2012 14:44  (Pilgern)

Pilger- und Studienreise nach Rom

Die Sudienreise nach Rom fand vom 17.09.12-23.09.12 im Rahmen des Programmes von Kloster Germerode statt. Während dieser Woche waren wir als ökumenische Pilgergruppe von 26 Teilnehmern unterwegs. Das Ziel der Reise war, Rom an jedem Tag unter einem anderen Aspekt und meist zu Fuß zu erkunden. Thementage waren dabei z.B. "das antike Rom" mit Besichtigung des Pantheons oder einer Exkursion nach Ostia, dem ehemaligen Hafen. Ein anderer Tag war den Spuren Paulus´in der Stadt gewidmet, mit Besuch der Basilika St. Paul und einem Gang durch Teile der Katakomben. Während unserers Aufenthaltes wurde die Gruppe begleitet vom Franziskanerbruder Maximilian vom Hülfensberg und meinem Vater, Pfr. Dr. Manfred Gerland. Wie bereits angedeutet, besichtigten wir die Stadt meist gemeinsam als Gruppe mit dem Hintergrund, nicht nur als Touristen- sondern vor allem als ökumenische Pilgergruppe angereist zu sein. Daher wurde auch jeder Morgen mit einer kurzen Andacht begonnen, zu der uns die Kapelle der Palotinerinnen, unseren Gastgebern, offenstand.

Im Rückblick muss ich sagen, dass die Reise nach Rom meine Erwartungen übertroffen hat.Zu beginn der Woche fühlte ich mich noch etwas unsicher in der Gruppe, die außer mir keine Teilnehmer unter 40 Jahren hatte. Doch durch die gegenseitige Aufmerksamkeit, dass keiner verloren ging und die Aufgeschlossenheit aller, kam ich letztendlich doch in Kontakt mit dem ein oder anderen.
Als weiteres wichtiges Ereignis kann ich das Gebet, welchem wir am Mittwochabend beiwohnten, aufzählen. Die Andacht wurde von der St. Engidio Gemeinde iom ehemaligen Arbeiterviertel Trastevere gefeiert. Ihren Beginn hatte diese damalige Studentenbewegung Anfang der 70-er Jahre. Bis heute kümmern sich die Mitglieder um Obdachlose, eine Schule für Kinder der Cinti und Roma und um Kranke des Viertels. Besonders anrührend waren die Gesänge der Gemeinschaft und ihr Verständnis für Solidarität.
Insgesamt war es ein sehr gelungenes Programm, wobei es meiner Meinung nach geschickter gewesen wäre weniger Orte und Plätze zu besuchen, dafür an diesen aber länger zu verweilen.

In Zukunft könnte ich mir vorstellen die Gruppe etwas kleiner zu halten, sodass der Zeitaufwand von einem Ort zum anderen zu kommen geringer wäre. Unbedingt beibehalten würde ich dagegen den ökumenischen Aspekt der Reise, weil dies in der Gruppenreflexion am Sonntag auch am häufigsten als positiver Punkt genannt wurde.
Insgesamt hat mich Rom also tief beeindruckt und es wird sicherlich nicht die letzte Reise in die ewige Stadt gewesen sein!

von Hanna Gerland, 16