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Sa 23.05.2015 11:59  (Pilgern)

Bericht von der Pilgerwoche für Ältere vom 4.-10. Mai 2015 in Germerode

Thema: "In einem Garten wurde die Welt erlöst"

Die Woche ist sehr gut gelaufen. Ein Teilnehmer ist nach dem ersten Tag wegen Schmerzen abgereist, eine Teilnehmerin hatte Probleme mit ihrem rechten Arm (bereits vor der Woche), stand die Touren aber gut durch. Bei anspruchsvollen Strecken brauchte sie Unterstützung, aber das klappte in der Gruppe gut. Sie sprach am Schluß ironisch vom "Betreuten Pilgern".
Das Wetter war toll, in den ersten Tagen etwas windig, am letzten Tag ein kleiner Schauer, ansonsten ideal.
Das Essen durch Frau Sippel war klasse und hat alle zu Begeisterungsstürmen hingerissen - auch ihr Eingehen auf Sonderwünsche.
Die Gruppe war geistlich recht gemischt - von leicht esoterisch bis evangelikal und forderte theologisch sehr. Manchmal dachte ich, ich hätte mir vorher ein paar Kommentare zu den Stellen durchlesen sollen. Bibelteilen am Nachmittag klappte sehr gut.
Durch das Alter der Teilnehmenden war auch das Thema Älter werden, Loslassen, Enkelkinder wichtig. Ein besonderes Thema war auch der 8. Mai am Freitag; die persönlichen geschichtlichen Erfahrungen in einer historisch geprägten Umgebung (Whisky-Wodka-Linie).
Wilfried kam mit den Strecken gut zurecht, am Freitag war es sehr gut, spontan vom ursprünglichen Weg abzuweichen (Teufelskanzel - Hanstein). Vom Laufpensum ist mit so einer Gruppe 13 km wohl das Maximum, zumal die Wege durchaus anspruchsvoll waren (Premium heißt nicht, dass alles eben und breit ist).
Manchmal zog sich die Gruppe sehr auseinander, weil einige ganz besonders intensive botanische Interessen hatten.
Wir machten nach dem Mittagessen keine lange Pause, waren dafür dann gegen 16.30 im Quartier und hatten 17.15 Bibelteilen.
Aus der Schlussrunde:
- Das herzliche Willkommen durch Claudia und die Offenheit des geistlichen Teams wurden sehr gelobt.
- Der Wechsel in der Wochenmitte war ein Bruch, der aber insgesamt eine theologisch-liturgische Bereicherung war.
- Die Gruppe ist sehr gut zusammen gewachsen.
- Es gab ein gutes Verhältnis von Nähe und Distanz - man konnte sich öffnen, mußte aber nicht.
- Die Stille haben viele sehr genossen, manche hatten Probleme damit. Speziell beim Frühstück wirkte sie für viele aufgesetzt.
- Vorschlag: Mehr Strukturierung am Nachmittag, vielleicht im Sinne unseres "Dreifachbetens" beim Ökumenischen Pilgerweg.
- Schweigezeit nach dem Mittagessen.
- Vorschlag: eine fortlaufende Reihe von Texten, vielleicht aus einem Evangelium
- Manche wünschte sich mehr geologische Information
- Die Katholiken in der Gruppe haben sich sehr wohl gefühlt.
- "Die Woche war ein Stück Garten Eden auf dieser Erde."
- "Die Woche hat körperlich, geistig und seelisch gestärkt."

Michael Schimanski-Wulff