Pilgern - Erfahrungsberichte

Donnerstag, 20. Juli 2006 Von Nordhausen nach Rüdigershagen

von Waltraud

(Morgens um 8 Uhr 52 sind wir von Nordhausen mit dem Zug nach Sollstedt gefahren)Ich möchte noch einen kurzen Rückblick auf den Abend des 19.7.06 werfen.Am Abend des 19.7.06 begannen wir mit einer Nachtanbetung in der Krypta des Nordhäuser Domes mit Aussetzung des Allerheiligsten.
Rolf trug noch seine Gedanken und Empfindungen des ERLEBTEN aus dem MITTELBAU DORA vor.
20.7.06:
Der Beginn dieses Tages fand in der Krypta des Domes mit Morgengebet und sakramentalem Segen
für den vor uns liegenden Weg statt. Wir wurden durch Dompfarrer Hendrichs verabschiedet und
bedankten uns auf dem Dompfarrhof mit dem Lied
"Möge die Straße uns zusammenführen", dann gingen wir zum Bahnhof in Nordhausen.
In Sollstedt stiegen wir aus dem Zug aus und gingen durch den Ort in Richtung unseres Tageszieles.
Bald fanden wir einen Zelt- bzw. Kirmesplatz vor einem Dorf und dort hielten wir unsere Punkta-
Matthäus 11, Vers 25-30
Herrmann hält die PUNKTA- Gedanken zum Tag im MITTELBAU DORA
"Unser Gott fordert uns sehr heraus, Gott ist ein unbegreifliches Geheimnis, er fordert unseren
Glauben heraus, so dass er wächst- Herrmann benennt EDITH STEIN(Jüdin. Sie kommt über ihr
Studium zum christlichen Glauben und wird KARMELITERIN. Ihre Aussage: "lass uns gehen für unseren
Glauben - unser Volk"
Ein weiterer Zeuge: Maximilian KOLBE tritt den Todesweg an für einen Familienvater!
Dietrich Bonhoefer:
"Jesus gibt uns Glauben nicht im Voraus, sondern in der aktuellen Situation, in der schlimmen Notlage.
"Sie sind für uns Vorbilder"
heute - 20.7.06 - 62 Jahre nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf Hitler- Folge:
Hinrichtung durch Erhängen in Berlin-Plötzensee -
Es sind unter den Menschen um STAUFENBERG viele Christen, die aus dem christlichen Umfeld
kamen - z.b. NIKOLAUS groß - KAB-Sekretär- Tod durch Erhängen - Vater von 7 Kindern-
Er wurde vor einigen Jahren durch Papst Joh. Paul dem II. selig gesprochen.
Am Mittag - nach einem schönen Weg durch meistens Wald - zogen wir um 11 Uhr 45 in die Kirche
von Gerterode ein. Unser Gruß in dieser Kirche sollte mit dem Lied "Herr, komm segne uns "
ausgesprochen werden. Das Mittagsgebet wurde von Rolf gehalten - auch hier gedachte Rolf
der Ereignisse des 20. Juli 44 und deren Folgen - gerade an diesem Tag wird auch in Berlin -
Bentlerblock - der hingerichteten Menschen gedacht.
Die Kirchengemeinde in Gerterode hat uns sehr freundlich aufgenommen - wir konnten bei dieser
großen Hitze unsere Mittagsrast in ihrem Gemeindehaus abhalten und auch ausruhen -
unser BIBELTEILEN hielten wir von 13 Uhr bis 13 Uhr 30.

An diesem Tag hatten wir die größte der gesamten Woche - wir machten uns auf den weiteren Weg -
mit "Sonnenschirmen, viel kaltem Tee und kaltem Wasser"
Unser Weg führte uns an einem Baggersee vorbei, dieser wurde ganz schnell zum Badesee und
zur Fußbadewanne. Nach einer entsprechenden Pause gingen wir weiter in Richtung Rüdigershagen.
Um 16 Uhr 30 trafen wir dort in der schönen, kühlen Dorfkirche ein und wurden ganz toll
begrüßt. Der Pfarrer war im Urlaub, aber der Kirchenvorstand hat sich sehr um uns bemüht.
Unsere Unterkunft fanden wir im dortigen Kindergarten!
Um 18 Uhr haben wir einem feierlichen Abendmahlsgottesdienst mit Manfred sowie den hiesigen
Gemeindemitgliedern gefeiert.
Danach waren wir auf dem Hof des Kindergartens und dem umliegenden Gelände zu einem
wunderschönen Sommerfest eingeladen - es gab Salate, Würstchen, gegrilltes Fleisch und auch
ab und zu ein Bier.
Der Abschluss des Tages fand mit einem Abendgebet in Kirch statt, sowie der Berichterstattung
von mir über diesen Tag.
Ausklang war mit einem "Tanz von EHLE " im Garten!