Pilgern - Erfahrungsberichte

24.06.2008 Von Uslar nach Dransfeld

Dienstag, den 24. Juni 2008

Nach unserem Morgengebet und Gesang (Claudia Barth macht das sehr gut) und dem opulenten Frühstück mit Rührei (!) in der Baptistengemeinde Uslar verabschieden wir uns mit vielen Dankesworten und Gesängen für die prima Übernachtung und super Bewirtung. Nach dem Gottesdienst starten wir um 9.30 Uhr nach Dransfeld. Die Strecke heute ist 23 Kilometer lang. Die Punkta gibt es fünf Kilometer hinter Uslar an einem Tennisplatz. Danach geht es auf einem alten Bahndamm, der durch Wiesen und Felder führt, zu dem Ort Schoningen und weiter nach Offensen.

Ich hatte mich vormittags als Fahrer des Küchen-Autos gemeldet. So fahren Horst, Ullrich, unsere Küchenfee Ingrid und ich mit den drei Bussen zum Zielort, um Quartier zu machen. Wir übernachten heute Abend in einem schönen Gästehaus der Kirchengemeinde Dransfeld. Nachdem die Versorgung für die Pilger vorbereitet ist, fahren Horst, Ingrid und ich wieder los und suchen die Gruppe, um Wasser für die Mittagspause hinzubringen. Es ist an diesem Dienstag sehr warm. Die Pilger sollten um 13.30 Uhr an der Kirche in Eberhausen ankommen; wir haben einige Zeit auf die Gruppe gewartet.

Bruder Rolf hielt in der schönen alten Kirche eine wunderbare Andacht, in der wir Gott dankten. Danach gab es eine Mittagspause im hübschen Kirchgarten. Dort haben wir auch das Bibel-Teilen in Kleingruppen gemacht, wo jeder seine persönliche Meinung zu dem Bibeltext sagen kann. Mit dem Pilgerlied "Meine Hoffnung und meine Freude" startet die Gruppe dann mit Ingrid und mir auf den letzten Teil der Strecke nach Dransfeld. Die Strecke ist nicht gut zu laufen, weil viel Schotter und Fahrrinnen vor uns liegen, aber mit viel Gesang, guten Gesprächen, viel Lachen und Fröhlichkeit zur Ehre Gottes geht es gut voran. Die Harmonie in der Gruppe ist zu spüren. Kurz vor dem Ziel bilden wir noch mal vier Gruppen, um den Rosenkranz oder das Herzensgebet zu sprechen, zu singen oder zu schweigen. Kurze Zeit später sind wir am Ziel.

In unserer Unterkunft beginnt die Suche nach einem Schlafplatz - in der Kirche, im Freien oder auf dem Fußboden: Pilgern ist alles recht. Danach sammeln wir uns neben der Kirche zu einem Abendgebet mit Gesang. Dazu bilden wir einen großen Kreis und halten uns an den Händen. Im Gästehaus gibt es drei wunderbare Duschen (das ist nicht selbstverständlich!), die eifrig genutzt werden. Anschließend gibt es Abendessen im Gemeinschaftsraum: eine wohlschmeckende Gemüsesuppe mit Brot. Nach dem Essen fassen viele mit an, um den Saal zum Schlafen umzurüsten. Dann treffen wir uns alle im schönen Pfarrgarten zum Abend-Gottesdienst. Todmüde fallen wir danach auf unsere Matratzen und schlafen schnell ein.

Dieter Staab