Pilgern - Erfahrungsberichte

Altenmünster - Haßfurt

von Leslie Höll (03.10.2008)

Wir beschließen hier zu bleiben. Früstück mit Brötchen und Ei. Herrman möchte drei Hütten bauen. Es gibt Bohnenkaffee zum Frühstück. Brauchen die Tasche für die Sorgen noch. Manfreds Meditation heute morgen. Das Nachdenken über uns und den Sinn der Namen. Unsere Eltern haben sich doch dabei etwas gedacht. Das gilt es herauszufinden. Der Namen ist es der uns einmalig macht. Und wenn man darüber nachdenkt: Sorge dich nicht!, ich habe dich bei deinem Namen gerufen du bist mein.
Kurze Rast an einem See. Manfred meinte das ist heute nicht nur der Tag der Einheit sondern auch der Todestag von Franziskus. Sind auf dem Eselsweg unterwegs. Aufgerollte Wildzäune (diese schützten mal die jungen Bäume) am Wegesrand.
Sind angekommen. Die Bananen gab es heute nicht. Ich habe mich so gefreut. Wir sind zum Mittagsgebet durch Mischwald gekommen. Es gab dort mit unseren Rädern kaum ein Durchkommen. Mitten im Wald nach dem Mittagsgebet hatte ich an meinem Hinterlauf einen Platten. Na, ja es ging durch so dichtes Unterholz, dass wir Glück hatten, dass kein Baum quer gelegen hat. Es wurde in Teamarbeit geflickt. Und ich hatte meine wohlverdiente Pause. Zur Mittagszeit haben wir über unsere Namen und deren Herkunft nachgedacht. Es ist interessant gewesen von den anderen zu hören woher sein Name kommt. Na, ja mal die " Jungs" fragen die haben ja ihre schlauen Bücher. Als wir die Mittagsrast (wir sagten Herman es wird später) einlegten, gab es eine wunderschöne frisch renovierte Kirche und eine ganz, ganz alte Linde und Esel und Pferde auf der Koppel. Es ging durch viel Wald heute auf gut befestigten Wegen. Mit einigen großen Pilzen am Wegesrand. Äpfel und Wein zum Selbstpflücken am Wegesrand.
Unsere Räder stehen jetzt im Pfarrgarten. Wer kam auf die Idee die Räder zu waschen? Nur wegen etwas Dreck. Weil wir auf Feldwegen auch unterwegs gewesen sind. Manfred meinte auch es wäre doch querfeldein viel interessanter als immer nur den Main entlang zu fahren. Eine Kette ist auch runter gefallen. Heute abend geht es auf das Weinfest in Haßfurt. Vorher hat der Diakon Manfred mit uns ein spontanes Abendmahl in zivil gefeiert. Auch eine Möglichkeit. Nach einem guten Essen saßen wir noch zusammen und erzählten von den anderen Pilgerwegen. Warum denn nicht nach Görlitz mit dem Rad? Gerhard hat erzählt, dass es jemand gab der auf dem hohen Meißner die V1 nachbauen wollte. Als Museum eine V1
im Garten. Ich kann mir das nicht vorstellen aber wenn Ihn Technik so interessiert.
Ich denke dass wir uns erinnern müssen an die Orte wie Hirschhagen (Munitionsfabrik), Mittelbau-Dora (Bau der V1). Wir müssen reden darüber und uns der Geschichte erinnern.!!
Und nie wieder zulassen dass so etwas passiert.