Pilgern - Erfahrungsberichte

27.07.2012 Von Uder nach Küllstedt

von Anna Hebestreit

Nach einer geruhsamen Nacht unter freiem Himmel wurden wir pilgermäßig mit den besten Segenswünschen von Pfarrer Jacobus von Uder verabschiedet. Auf einen guten Weg begaben sich 50 Pilger und Pilgerinnen. Es war ein entspannendes Laufen immer geradeaus durch den Wald. Nach einer Stunde Schweigezeit wurde wieder das Gespräch aufgegriffen.

Die Puncta von Michael war sehr interessant; es ging um "Hildegard von Bingen".

Die Seele ist wie ein Wind, der über die Kräuter weht,
und wie der Tau, der auf die Gräser träufelt,
und wie die Regenluft, die wachsen macht.

An den Regen, der die Wiesen befeuchtet, habe ich auf dem Weg öfters gedacht, denn es war an diesem Tag auch sehr, sehr warm. Es kamen mir viele Erinnerungen an heiße Sommertage, die ich als Kind zu Hause in Breitenholz im Eichsfeld erlebt habe.

Unsere erste Pause war auf dem Weg zum Gut Ascherode; dort brachte Manfred
Wasser und Melonen - eine gute Erfrischung.

Andacht war dann im Klüschen Hagis mit anschließender Mittagspause:
"Jesus Christus spricht: Lass Dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig."
Circa um 16.30 Uhr Abmarsch hoch in den Wald, vorbei an Wachstedt über das lange Stoppelfeld.

Um halb Sieben waren wir dann in Küllstedt: St. Georg und Juliane, die große ehrwürdige Kirche im Eichsfeld, erwartete uns. Direkt anschließend gab es eine Fußwaschung im Pfarrhof.

Um 19.00 Uhr dann Abendbrot mit großer Überraschung: Von Anna gab es leckeren Kuchen aus dem Eichsfeld zum Namenstag! Alle Pilger und Pilgerinnen waren guter Dinge.

Um 21.00 Uhr dann eine kleine Andacht in der Kirche.

Nach einer gewittrigen Nacht sind wir gegen 8.00 Uhr weiter zum Hülfensberg gepilgert.

Es war schön, mit Euch allen unterwegs gewesen zu sein!
Anna