Pilgern - Erfahrungsberichte

25.06.2018 Von Hann. Münden nach Vellmar

von Elke

Montag, 25.6. 2018: Hannoversch Münden - Vellmar
Aufwachen, Andacht, Frühstück und Aufbruch in einem wohlgeordneten Chaos eines zur Renovierung freigegebenen Gemeindehauses (leichte Bruchbudentendenz ;)
Abendmahl mit geschnittenen Graubrotstückchen (… und ich dachte schon, Claudia, Du wolltest die Enten füttern, als ich Dich es schneiden sah…)
wackelige Brücke über die Fulda
kleine Meditationsschleife und die letzten waren die ersten Pilger
über Stock und Stein weiter durch den Wald - mehr Stock als Stein in Form von umgestürzten Bäumen
Kindergruppe im Wald "Wo geht Ihr hin? ...Geht Ihr Angeln?" - "Warum?- Wegen der Stöcke?" "Nein, wegen den Fisss um Dein Hals"… unser Pilgerzeichen… Und dann noch: "Gib Ssseck!" Und alle kleinen Händchen wurden ausgefahren zum" Check geben".
Ulrike gibt die Puncta: Aufbruch in die Leere und deren Erfüllung, wie Abram. In welche Leere breche ich auf? Wie könnte sie gefüllt werden?
ein intimes Gespräch im Anschluss an die Schweigezeit
romanische Basilika des vormaligen Klosters Wahlshausen (heute Wilhelmshausen), das nur durch Katastrophen als Gebäude überlebt hat. Fabelwesen am Taufstein. Kurzer Geschichtsüberblick und eine Hörprobe der schönen Orgel.
im Gemeindehaus Kaffee und mehr
den Berg hinauf über Stock und Stein - Kletterer sind klar im Vorteil
ein Riesenbaumschrapper schrappt Bäume wie wir Möhren für die Suppe in der Küche. Wir schlängeln uns an schwerem Gerät vorbei.
herrlicher Ausblick über Felder, Hügel, Wiesen und Wälder nach Kassel, das wir morgen durchqueren werden
der Herkules hat von ganz oben wohl alles im Griff
Pause in Simmershausen: essen, trinken und der Bulli holt die müden zu Beladenen ab.
letzte Etappe für heute in Sicht
Stille, Herzensgebet und Rosenkranz auf gerader Strecke über die Hügel von Vellmar
Turnhallenduschen noch geschafft
Einzug mit Glockengeläut und Gesang
reich gedeckter Tisch für hungrige Pilger
Kuchen - Kirschen - Kaffee und Jazz in der Kirche
dann wird es nach dem Abendgebet still
wer mag, kann zum Einschlafen die Schäfchen der Fenster zählen. Es kommt wohl niemals die gleiche Zahl heraus.
ein Tag der Fülle. Wir sind reich beschenkt.
Elke Lütgenau-Hawae