Pilgern - Erfahrungsberichte

Vorbereitung - Hinfahrt- Ankunft in Heiligenstadt

von Hajo Meiffert (21.07.2001)

Pilgererfahrung

Dies ist mein 2. Pilgerweg (2OOO, 2OO1)

Warum ist Pilgern für mich in?

Durch eine Anzeige bin ich auf den Ökumenischen Pilgerweg aufmerksam geworden. Da ich die Nähe zur Kirche suchte, war dies der gegebene Anlass. Auch der ökumenische Gedanke ist mir da sehr wichtig. Das Naturerlebnis, die geistlichen Impulse, der andere Tagesrhythmus, das Gesamterlebnis spricht mich an.

Hajo MeiffertDie Vorbereitungen für den Ökumenischen Pilgerpfad setzen dieses Jahr schon früh mit dem Kauf einer Super-Luxus-Matratze ein . Der Kasteiung des harten Lagers wollte ich mich dieses Jahr nicht wieder aussetzen.

Die weiteren materiellen Vorbereitungen werden getroffen. Das Schuhwerk wird kontrolliert, die Taschenlampe braucht neue Batterien. Dieses Jahr nehme ich den Tornister. In diese Vorbereitungen ruft Thomas an. Thomas, dieser sympathische Chaot fragt an, ob er mit Agnieszka am 2O. Juli bei uns übernachten könne. Keine Frage. Nur eine? Wie viel Zimmer? Eins reicht!

Als wir schon gar nicht mehr mit ihnen rechnen, trudeln sie nach 21 Uhr ein. Große Wiedersehensfreude, großer Hunger und großer Durst. Es gibt viel zu erzählen. Agnieszka studiert noch Germanistik und ist zu den Semesterferien wieder nach Deutschland, wieder zu Thomas gekommen. Es wird immer später, meine Frau geht zu Bett. Thomas lehnt das angebotene Bier nicht ab. Ja, sage ich, ab morgen kein Alkohol, kein Nikotin und kein Eis. Dann verzichte ich auf die Bahnfahrt und nehme besser das Auto nach Heiligenstadt. Thomas erst mal sprachlos, kommt selten vor, Agnieszka macht große Augen. - "Wieso Heiligenstadt?" " Na, morgen startet die Pilgerei!" " Wir sind nur auf der Durchreise nach Stuttgart und haben uns gedacht beim Hajo ist auf halber Strecke gut übernachten." Vom Pilgerpfad hat Thomas, der sympathische Chaot, keine Ahnung. Glatt vergessen.

So bleiben beide am nächsten Tag zum Frühstück. Meine Frau erwähnt im Laufe des ablaufenden Vormittags etwas von Mittagessen. So bleiben beide zum Mittagessen und als die Tochter mit Kuchen kommt, wird es am Nachmittag noch richtig gemütlich auf der Terrasse.

Gegen 16 Uhr meine ich starten zu müssen. Sie fahren auch und versprechen auf der Rückfahrt wieder zu kommen.

Nach diesem trefflichen Missverständnis fahre ich durch die herrliche Landschaft, nun doch mit dem Auto, in das schöne Heiligenstadt.

Freue mich an den vom vorigen Jahr Vertrauten, bin neugierig auf die Neuen. Und nun nimmt alles seinen gewohnten Lauf.

Dann die erste Nacht auf der neuen Luftmatratze, einfach himmlisch!!!

Foto: F.F. Henning