Aktuelles

Do 05.09.2019 16:25  (Communität Koinonia)

Die Communität KOINONIA verabschiedet sich aus Germerode

Seit Juni 2010 leben wir als Communität im Kloster Germerode. Als Anfang des Jahres eine Mitschwester gestorben ist, wurde klar, dass wir bald zu wenige Menschen sein würden um das Leben im Haus weiterführen zu können.

Wir haben viele Varianten durchgespielt und bedacht, Risiken abgewogen, Wege gesucht. Eine Idee, der wir nachgegangen sind, hat nicht zum Ziel geführt.
Weil wir in der Gemeinschaft nicht so viele Mitglieder sind, dass wir leicht aus einem Haus in ein anderes senden könnten, haben wir uns entschlossen die Kräfte zu konzentrieren und den Konvent in Germerode zu schließen. Wer den Ort kennt, weiß was für einen Schatz er birgt und wird ahnen, dass dies keine leichtfertige Entscheidung war. Staunend und dankbaren Herzens über die Fülle dessen, was uns geschenkt wurde, was wir teilen durften, verabschieden wir uns nun.

Gastfreundschaft aber soll bleiben und zwar im Haus der Communität in Hermannsburg. Dort wurde mehr Raum geschaffen um mit Gästen das Leben und die Stille vor Gott zu teilen. Wer eine Möglichkeit zum Rückzug sucht, den Alltag gut unterbrechen möchte, dabei vielleicht eine(n) GesprächspartnerIn sucht oder einfach mal in Ruhe eine Arbeit voranbringen will, ist herzlich eingeladen mit uns Kontakt aufzunehmen.

Mit einem Abschiedsfest möchten wir Gelegenheit geben zur Begegnung und um mit uns zusammen Gott zu danken für die vergangenen neun Jahre und ihn zu bitten für die Zukunft dieses Ortes.

Samstag, den 21. September um 14.30 Uhr
Gottesdienst in der Klosterkirche Germerode
anschließend Zusammensein bei Kaffee und Kuchen

Bitte melden Sie sich kurz per Email an - das erleichtert uns die Planung und vergrößert die Vorfreude!

So 16.06.2019 21:18  (Klostergesellschaft)

Communität Koinonia verlässt das Kloster Germerode - Nachfolge gesucht

"Das Kloster Germerode stellt sich neu auf", so hieß es in einer Pressemitteilung zum Anfang diesen Jahres. In der Tat war der Jahresbeginn der Start für einen Neuanfang im Übergang von der "Gesellschaft zur Erhaltung der Klosteranlage e.V." zum neuen Verein "Kloster Germerode e.V.", der mit großen Erwartungen verbunden ist.
So weit, so gut. Doch nach Ostern erklärte die Communität Koinonia in einem persönlichen Gespräch mit dem Vorstand, dass sie die bisherige Arbeit aus personellen Gründen nicht mehr fortsetzen kann und zum 31. Oktober 2019 Germerode verlassen werde.
Traudl Priller, Leiterin der Communität Koinonia, schreibt dazu:
"Im Juni 2010 konnte die Communität Koinonia das neugebaute Konventsgebäude auf dem Gelände des Klosters Germerode beziehen. Wir haben uns sehr gefreut über diese besondere Aufgabe, am historischen Ort in einer heutigen Form an das klösterliche Leben anzuknüpfen.
Nun hat sich durch den Tod unserer Mitschwester Ilse-Marie Hiestermann und den Beginn des Vikariats von Frau Kalbreyer, die Situation der Gemeinschaft im Haus sehr verändert. Wir haben manches versucht, aber schließlich doch die Entscheidung getroffen Germerode zu verlassen. Es ist auch für uns nötig die Kräfte zu konzentrieren.
Leicht ist uns dieser Schritt nicht gefallen. Mit vielen Gästen unseres Hauses und Besuchern der Kirche, mit den Gemeindegliedern in Germerode und manchen Seminarteilnehmern im Tagungshaus verbinden uns reiche Begegnungen, für die wir von Herzen dankbar sind.
Wir freuen uns darauf, beim Abschiedsfest am Samstag, 21. September um 14.30 Uhr in der Klosterkirche vielen noch einmal zu begegnen und gemeinsam Gott zu danken für die Fülle der vergangenen Jahre."

Der Weggang der Communität ist für das Kloster, die Kirchengemeinde und das ganze Dorf Germerode ein großer Verlust. Sie hinterlassen eine Lücke, die vermutlich so schnell nicht zu schließen sein wird. Mit dem Leben und der Arbeit der Communität hat sich Kloster Germerode als geistliches Zentrum entscheidend weiterentwickeln können. Viele Menschen haben durch die Communität Ermutigung, Kraft und Segen für ihren ganz persönlichen Lebensweg empfangen. Dafür sei an dieser Stelle schon einmal ganz herzlich Danke gesagt. Vergelt’s Gott, liebe Schwestern!

Wie wird es weitergehen? Wir alle im Kloster Germerode suchen über verschiedene Kanäle und Kontakte nach einer geistlichen Gemeinschaft, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Arbeit der Communität Koinonia fortsetzt und gegebenenfalls auch andere Akzente setzt. Eine Nachfolge für diese Arbeit zu finden, wird nicht einfach werden. Sie können uns bei der Suche helfen, indem Sie die Information weitergeben und gegebenenfalls Menschen daraufhin ansprechen. Als Kontakt für weitere Informationen und Nachfragen stehe ich gern zur Verfügung: manfred.gerland@ekkw.de, oder Tel. 05654 923888.

Weitere Veränderungen stehen an: Noch in diesem Sommer wird das Pfarr-Ehepaar Schulze Germerode verlassen, um in Stade eine neue Pfarrstelle zu übernehmen. Wer ihnen in Germerode nachfolgen wird, steht noch nicht fest.

Für die Nachfolge in der Pfarrstelle für Mediation und geistliches Leben hat der Bischof unserer Landeskirche Pfarrerin Susanne Böhringer aus Westfalen ernannt. Sie wird ihre Arbeit am 1. Februar 2020 im Kloster beginnen.

Ja, so ist es in der Kirche und im Reich Gottes: nichts ist beständiger als der Wechsel. Dabei erwarten viele in der Kirche genau das Gegenteil, nämlich Tradition und Beständigkeit. Aber da, wo der Heilige Geist lebendig wirkt, ist Veränderung, Dynamik, Neuanfang und Abschied und Trennung vom Bestehenden angesagt.
Und so gilt für den Auftrag und die Zukunft von Kloster Germerode die pfingstliche Botschaft:

"Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth." (Sacharja 4,6b)

Mit pfingstlichen Grüße aus dem Kloster Germerode

Ihr Dr. Manfred Gerland, Vorsitzender

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Di 02.04.2019 14:08  (Klostergesellschaft)

Kloster Germerode hat sich neu aufgestellt

Zu ihrer ersten Versammlung kamen die Mitglieder des Vereins Kloster Germerode e.V. am 1.4.2019 in der Tagungsstätte zusammen. Der Verein und seine Mitglieder übernehmen in der Nachfolge der Klostergesellschaft die Aufgabe, die Tagungsstätte und das Gebäude für die geistliche Gemeinschaft zu erhalten. Den Geist des Klosters, das gemeinschaftliche und das geistliche Leben auf dem Gelände zu fördern, haben sich die Mitglieder auf ihre Fahnen geschrieben.
Die Arbeit des Vereins ist klar geordnet. Für den Betrieb der Tagungsstätte und die Geschäfte des Vereins ist in Zukunft ein dreiköpfiger Vorstand verantwortlich, zu dem neben Pfr. Dr. M. Gerland die Herren W.A. Kalden, R. Siegel und W. Lenz als Bevollmächtigter gehören.
Das Kuratorium des Vereins begleitet, berät und beschließt über die Arbeit. In diesem Gremium sind Viele versammelt, die mit ihrer Arbeit das Leben am Kloster Germerode tragen, von der Gemeinde Meißner und die Vereine über die Koinonia bis hin zur Landeskirche, die durch Pröpstin K. Wienold-Hocke vertreten ist. Sie hat die Mitgliederversammlung geleitet und den Vorsitz für das Kuratorium übernommen.
"Das ist eine verantwortungsvolle Aufgabe" sagt sie. "Ich habe großen Respekt vor dem Erbe der Klostergesellschaft und bin dankbar für Alle, die sich hier einbringen. Pfarrer K.-H. Werner hat in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich neue Strukturen geschaffen und für weitere finanzielle Unterstützung durch die Landeskirche gesorgt. Mir liegt das Kloster sehr am Herzen, mit seiner einzigartigen Ausstrahlung und der Kirche, die mit viel Engagement renoviert wurde. Hier kann man viel Weite und Tiefe erleben: Feste feiern und Gottesdienst halten, zu sich und zu Gott finden, Natur, Kultur und Garten genießen. Mit vereinten Kräften können wir vor Ort das bunte Leben im Kloster erhalten und gestalten."

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Fr 19.10.2018 11:14  (Meditation)

Jahresprogramm 2019 "Meditation und geistliches Leben" erschienen

Das neue Jahresprogramm 2019 "Meditation und geistliches Leben" im Kloster Germerode ist erschienen und kann heruntergeladen werden oder wird Ihnen auf Anfrage per Post zugestellt.

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Sa 08.09.2018 13:12  (Pilgern)

Frauenpilgerweg - 14 starke Frauen erreichen das Pilgerziel Kloster Volkenroda

Pilgerziel erreicht

"So sehen starke Frauen aus" - könnte das Gruppenbild getitelt sein.
Und in der Tat - 14 starke Frauen erreichten am Samstagabend, 25.08.2018, das Ziel ihres 350 km langen Pilgerwegs in Volkenroda.
In fünf Jahresetappen hat eine Frauenpilgergruppe den sg. JODOKUS - Pilgerweg mit seinen 14 Wegstationen zwischen den evangelischen Klöstern Loccum am Steinhuder Meer und dem Kloster Volkenroda im thüringischen Eichsfeld - "mit den Füßen betend"- erlaufen.
Zu Beginn war es eher ein Experiment.
Durch Pfarrer Dr. Manfred Gerland im nordhessischen Kloster Germerode als Pilgerbegleiterinnen ausgebildet, drängte es Pfrin Iris Hocke und Prädikantin Cornelia Großkurth aus Waldkappel, ihre Pilgerlust mit anderen Frauen zu teilen. 2014 mit einer zunächst kleinen Gruppe unterwegs, wuchs die Schar der pilgerbegeisterten Frauen von Jahr zu Jahr, sodass in den beiden vergangenen Jahren sogar eine "Warteliste" angelegt werden musste.
"Beim Pilgern kann ich den Alltag komplett hinter mir lassen"
"Auf dem Pilgerweg finde ich wieder zu mir selbst"
"In diesen Tagen kommt meine Seele zur Ruhe"
Dies sind nur einige von vielen bewegenden Aussagen, die am letzten Abend in einer Abschlussrunde gemacht wurden.
"So viel wie in den vergangenen Tagen habe ich wohl noch nie in der Bibel gelesen"
"Der Gottesdienst am Morgen stärkt mich für den ganzen Tag"
"Die geistlichen Impulse auf dem Weg haben mir geholfen und werden mich noch lange begleiten" Frauen finden einen neuen Zugang zur christlichen Botschaft, kommen (wieder) mit Gott in Berührung.
Frauen auf ihrem Weg zu begleiten, Anstöße für neue Perspektiven zu geben, in den gemeinsamen Tagen ganzheitliche Weggemeinschaft zu leben, ist ein Konzept, das sich mittlerweile bewährt hat und auch diejenigen anspricht, die im sonntäglichen Gottesdienst selten oder nie zu finden sind.
"Es ist die Verschmelzung von Bewegung, Naturerfahrungen, geistlichem Input und einer großen Offenheit untereinander, die das gemeinsame Pilgern zu einem ganz besonderen, prägenden Erlebnis werden lassen. Besonders werden auch die Wegstrecken geschätzt, die gemeinsam im Schweigen zurück gelegt werden" resümieren Iris Hocke und Cornelia Großkurth.
Der Pilgerweg Loccum-Volkenroda ist nun zu Ende gegangen. Doch es stand schon zu Beginn der letzten Etappe fest, dass dies nicht das Ende des gemeinsamen Pilgerns sein würde.
"Im nächsten Jahr sehen wir uns in Hamburg wieder!" Dort beginnt nämlich an der Jacobikirche im Hafenviertel ein uralter Jakobsweg, der durch die Lüneburger Heide nach Loccum führt. Wieder liegen über 300 km Weg vor uns. Dieses Mal mit urbanem Flair und meditativer Heidelandschaft. Mit ganzheitlichen Erfahrungen, die wir nur auf diesem Weg machen werden.
Sind Sie dabei? Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann melden Sie sich gerne bei iris.hocke@ekkw.de
Cornelia Großkurth